MartinLiebe Leserinnen und Leser,

Der Juli-Newsletter beinhaltet jetzt auch schon die Termine in der sogenannten Ferienzeit. Und Ferien sind auch in der Friedensarbeit ab und an angesagt. Heute morgen las ich in der Süddeutschen Zeitung einen Beitrag zum 50. Jahrestag der Bed-Ins von John Lennon und Joko Ono. Das Pathos Theater in München feiert dieses Jubiläum aktuell mit dem Bed-in "Make art, not war". Es richtet sich an alle Erschöpften und Aufständischen, die bereit sind, sich ein Bett zu teilen, und soll zum Nachdenken, Streiten und Träumen einladen.
Ja, ab und an fühlt man sich dann auch erholungsbedürftig nach all den Aktionen der letzten Zeit, ob Bennofest, Wallfahrt, Protest gegen die Kündigung des INF-Vertrag. Aber dann bekommt man immer wieder Kraft, wenn man auf Menschen trifft, die einfach nur mittun.

Ihnen allen eine erholsame Sommerzeit!
Martin Pilgram
Vorsitzender von pax christi im Erzbistum München und Freising
 

 

 

7. Juli, 10:00 - 16:00 Uhr
Ökumenischer Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens
Pilgerweg und Aktionstag am Atombombenstandort Büchel

FriedensräumeChristinnen und Christen aus mehreren evangelischen Landeskirchen und der katholischen Friedensbewegung pax christi laden in Kooperation
mit ICAN, IPPNW, der DFG-VK und Ohne Rüstung Leben ein, nach Büchel (bei Cochem an der Mosel) zu kommen. Dort lagern US-amerikanische Atombomben, die im Kriegsfall von deutschen Flugzeugen zu ihren Zielen geflogen werden. Nun ist geplant, mit viel Geld die Bomben aufzurüsten und einen neuen Bomber anzuschaffen. Dies und die Aufkündigung des INF-Vertrages machen ihren Einsatz wahrscheinlicher. Es droht ein milionenfacher Tod.
Glauben, Gewissen und politische Vernunft bewegen uns, Massenvernichtungswaffen und die Drohung damit abzulehnen. Wir laden alle Menschen ein, die für den Abzug der Atombomben und das von der UNO am 7. Juli 2017 beschlossene Atomwaffenverbot sind, vor dem Fliegerhorst (Kreisverkehr an der L52, 56828 Alflen) öffentlich und gewaltfrei dafür einzutreten und den Umstieg auf eine friedenslogische Außen- und Sicherheitspolitik zu fordern. (mehr)

» Ökumenischer Gottesdienst, Predigt von Dr. Margot Käßmann
» Musik und Programm vor dem Atomwaffenstützpunkt Büchel
» Bequeme Anreise per Bus aus vielen Regionen Deutschlands

Bisher sind mir noch keine Mitfahrangebote ab München bekannt. Falls jemand Mitfahrangebote anbietet, bitte umgehend/sobald wie möglich mitteilen. Andere Angebote siehe unten.

Mitfahrmöglichkeiten: hier

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9. Juli 2019, 18:00 Uhr
Friedensgottesdienst

st. Bonifazpax christi lädt ein zum monatlichen Friedensgottesdienst in der Krypta von St. Bonifaz mit Claus Stegfellner.

Danach gemütliches Beisammensein im Gruppenraum von St. Bonifaz. (mehr)

 

Ort: St. Bonifaz, Krypta, München, Karlstr. 34

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13. Juli 2019, 18:00 Uhr
Politisches Samstagsgebet

politisches SamstagsgebetDas Politische Samstagsgebet im Juli 2019 steht unter der Überschrift: Klimawandel am Beispiel des amazonischen Regenwaldes dabei wollen wir mit
mit Betroffenen aus Peru Elmerson del Campo und Caleb H. Cabello Chirisente ins Gespräch kommen.
(mehr)

 

Ort: Kath. Hochschulgemeinde, Leopoldstr. 11; U3/U6 Giselastraße, Ausgang Georgenstraße

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Vorschau

6. August 2019
Hiroshima - Gedenken 2019
Aktionen zum 74. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki

FriedensräumeAuch in diesem Jahr gedenken wir wieder an verschiedenen Orten der beiden Atombombemabwürfe 1945.

Bisher geplante Gedenkveranstaltungen:

4.8. 10:00 Gedenkgottesdienst mit dem Geistlichen Beirat von pax christi im Erzbistum in St. Sebastian, Gilching

6.8.
Hiroshimagedenken des Münchner Friedensbündnisses auf dem Münchner marienplatz

21:00 Uhr, Gedenken der pax christi Gruppe Gilching am Gilchinger Friedenspfahl.(mehr)

Bitte teilt uns mit, wenn auch bei Euch vor Ort Gedenkveranstaltungen stattfinden.

Ort: München, Gilching, ...

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8. - 9. August 2019
Internationales Jägerstätter Gedenken
„Provokateurin des Glaubens – Die selige Restituta Kafka im Widerstand“

RadegundSel. Restituta Kafka (1.5.1894 – 30.3.1943) Ordensschwester, Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime, Märtyrerin
Referentin: Sr. Mag. Dr. Ruth Beinhauer, Franziskanerin von der christlichen Liebe („Hartmannschwester“) aus Wien, lebte zwölf Jahre in Rom und ist Vizepostulatorin des Selig- und Heiligsprechungsverfahrens für ihre Mitschwester Restituta Kafka.
Papst Johannes Paul II. hat Sr. Restituta 1998 in Wien als erste Märtyrerin Österreichs seliggesprochen. Im Jahr 2019 wird des 125. Geburtstags der seligen Restituta gedacht. Derzeit bereitet Sr. Ruth die erste Ausgabe von Sr. Restitutas Briefen aus der Haft im Wiener Landesgericht vor.

Programm:
Do, 8. August 2019
 18:00 Vesper in der Pfarrkirche St. Radegund
 19:00 Social evening im Gasthaus Hofbauer mit Vorstellung der internationalen Teilnehmer*innen
Fr, 9. August 2019
 9:30 Vortrag im Pfarrheim Tarsdorf „Provokateurin des Glaubens – Die selige Restituta Kafka im Widerstand“. Referentin: Sr. Mag. Dr. Ruth Beinhauer, Franziskanerin von der christlichen Liebe („Hartmannschwester“), Wien
 12:00 Mittagessen
 13:30 Fußwallfahrt von Tarsdorf nach St. Radegund
 16:00 Andacht zur Todesstunde in der Kirche St. Radegund, gestaltet von Pax Christi Österreich und Pax Christi Italien
 17:00 Begegnung im Jägerstätterhaus
 19:00 Verlesung der Namen der im Zeitraum 1934 - 1945 politisch Verfolgten aus der Stadt Braunau und dem Dekanat Ostermiething am Jägerstätter Platz vor der Pfarrkirche St. Radegund
 19:30 Eucharistiefeier
 Lichterprozession zum Grab von Franz und Franziska Jägerstätter. (mehr)

Ort:  St. Radegund und Tarsdorf, OÖ

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Was Sie noch interessieren könnte:
26. Juni - 18. Juli 2019
„Israel – Orte – Begegnungen – Geschichte“

FlüchtlingskriseNoch bis zum 18. Juli ist im Maximilianeum die Ausstellung von Studierenden der Katholischen Stiftungshochschule München „Israel – Orte – Begegnungen – Geschichte“ zu sehen. Darin geht es auch um die Frage: Wie sieht eine Erinnerungskultur aus, wenn es keine Zeitzeugen mehr gibt? Antworten darauf gaben bei der Ausstellungseröffnung Landtagspräsidentin Ilse Aigner und verschiedene Experten. (mehr)

Ort: Bayerischer Landtag

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 16.00 Uhr und Freitag von 9.00 bis 13.00 Uhr sowie sonntags im Rahmen der zum Sonntagscafé angebotenen Hausführungen in der Zeit zwischen 13.00 und 15.00 Uhr

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1. Juli - 29.Juli 2019, 13:00 - 23:00 Uhr
“Schmerzgrenze” Flucht – ein Menschenrecht
Ausstellung von Gertrud Ziemen

FlüchtlingskriseHierzu die Künstlerin: „In den Jahren 2017 bis heute haben mich die erschreckenden Zeitungsberichte und Bilder über die Flucht Tausender Menschen nach Europa über Land und übers Meer verfolgt. Und dazu die z.T. gnadenlosen Reaktionen unserer Politik, die immer krassere Gegnerschaft von Rettungsmaßnahmen, die Befürwortung von Abschottung und Grenzschließung, die Bezahlung von Lybien bei Inkaufnahme von dortiger Folterung und Sklaverei und dem Ertrinkungstod der Geflüchteten.
In dieser Zeit ist es mir nicht möglich gewesen, andere Themen malerisch zu behandeln. So habe ich versucht, in meinen Bildern von 2017/18 die emotionale Situation der Flüchtenden durch die Farben und eine heftige expressive Malerei auszudrücken".
Die Realität der Situation habe ich teilweise durch Collagen von dokumentarischen Fotos aus der Zeitung oder Aktzeichnungen – die Nacktheit der Menschen – zu verdeutlichen versucht."
Die Bilder sind verkäuflich. Der Erlös geht an die UNO-Flüchtlingshilfe (mehr)

Die Künstlerin ist jeden Donnerstag während der üblichen Öffnungszeiten der Ausstellung mit ihren Reiseskizzen anwesend.

Vormittags kann die Ausstellung nach Absprache besichtigt werden.

Ort: EineWeltHaus München, Schwanthalerstr. 80, 80336 München, Raum: Kleiner Saal 211+212

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4. Juli 2019, 19:00 Uhr 
Zwölf Wochen in Riad
Saudi-Arabien zwischen Diktatur und Aufbruch

saudiSusanne Koelbl ist gelungen, was kaum einem Journalisten gestattet wird: Sie durfte durch Saudi-Arabien reisen, ohne Beschränkungen und staatliche Aufsicht. Für mehrere Monate hat sie sich durch ein Land treiben lassen, das gerade den tiefgreifendsten Wandel seiner Geschichte erlebt. Kronprinz Mohammed bin Salman will Wirtschaft und Gesellschaft in die Moderne katapultieren, während das Königshaus trotz aller Reformen mit großer Härte gegen Andersdenkende vorgeht. Wohin wird sich Saudi-Arabien entwickeln? Wie erleben Frauen und Künstler, Oppositionelle und tiefgläubige Männer den Bruch mit alten Traditionen und Gewissheiten? Susanne Koelbl gibt Einblicke in ein Land, dessen Zukunft für die Region, aber auch für den Westen von zentraler Bedeutung ist. (mehr)

Susanne Koelbl, Auslands-Reporterin des SPIEGEL. Für ihre Reportagen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Reemtsma Liberty Award, Autorin von Zwölf Wochen in Riad, 2019
Moderation: Silvia Bauer,
Kulturwissenschaftlerin, Leiterin von CINEMA IRAN

Ort: Evangelische Stadtakademie München, Herzog-Wilhelm-Str. 24, 80331 München

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6. Juli 2019, 9:30 - 17:00 Uhr 
Diözesanger Nachhaltigkeitstag

NachhaltigPapst Franziskus ruft in der Enzyklika Laudato si‘ dazu auf, die Schöpfung als „gemeinsames Haus“ für die gesamte Menschheit zu bewahren und für einen nachhaltigen Lebensstil einzutreten. Dies geschieht in der Erzdiözese München und Freising in vielen kirchlichen Initiativen, in Pfarrgemeinden, Verbänden, Einrichtungen, Orden, Kitas und Schulen. Auf dem zweiten diözesanen Nachhaltigkeitstag wird dieses Engagement gestärkt. Allen Akteuren/innen aus dem Kontext Nachhaltigkeitsentwicklung wird Raum gegeben, sich zu vernetzen und über ihre Projekte zu berichten. Unter dem Titel „verantworten.verändern“ möchten wir aber auch alle Interessierten dazu ermutigen, an den notwendigen ökosozialen Veränderungen weiter mitzuarbeiten.

Zu Beginn findet ein Impulsreferat von Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt, Leiter der Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik in Leipzig und Berlin statt. Danach befassen sich parallel stattfindende Fachforen aus verschiedenen thematischen Blickwinkeln mit der Materie Nachhaltigkeit. Nachmittags ist Zeit zur Vernetzung und zum Austausch. Parallel finden praxisbezogene Workshops statt. (mehr)

Ort: Kirchliches Zentrum, Preysingstraße 83, München

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8. Juli 2019, 19:00 Uhr 
Flucht und Bewegung
Lesung und Gespräch mit Najem Wali

saudi„Grenzen als Membranen zu erkennen, die zugleich trennen und verbinden“, fordert Najem Wali in einem Text über Abraham/Ibrahim, den er als „Stammvater der Menschheit“ und Begründer eines ewigen menschlichen Handlungsmusters aus Bewegung und Flucht deutet. Ein Muster, dem die Menschheit auch heute immer wieder mit der Schließung von Grenzen und Routen begegnet, die aber nur neuerlichen „Menschenneid und Bruderhass“ wecken.

Im Rahmen der Ausstellung „Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen“ des Jüdischen Museums München vom 29.05. 2019 bis 23.02.2020. (mehr)

Najem Wali, 1956 in Basra geboren, ist ein irakischer Schriftsteller und Journalist und lebt zwischen Berlin und Bagdad. Wali floh 1980 nach Ausbruch des Iran-Irak-Krieges aus dem Irak. Er studierte Germanistik und Spanische Literatur in Hamburg und Madrid. Sein 2009 veröffentlichtes Buch "Reise in das Herz des Feindes", ein empathischer Bericht über seine Reisen in Israel, zeichnet ein facettenreiches Bild eines widersprüchlichen Landes. Zuletzt erschien 2018 der Roman "Saras Stunde".

Boaz Levin, Kurator der Ausstellung "Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen"

Ort: Jüdisches Museum, St. Jakobs-Platz 16, 80331 München

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9. Juli 2019, 19:30 Uhr 
Gandhis Interpretation der Bhagavadgita: spirituell oder pragmatisch, elitär oder volksnah?

Stefan EinsiedelIn der Bhagavadgita kristallisierte sich für Gandhi die hinduistische Kultur, mit der er sich stark identifizierte; in zahlreichen Vorträgen vor seinen Anhängern interpretierte er den zweitausend Jahre alten Text genau. Worin besteht diese spezifische Interpretation Gandhis? Auf welche Weise inspirierte sie ihn im Kampf, in welchen Aussagen fand er, wie er es selbst nannte, „Zuversicht und Trost“? Und wie hat Gandhis auf die Gita gestütztes Denken und Handeln die indische Gesellschaft nach der Unabhängigkeit 1947 geprägt? (mehr)

PD Dr. Renate Syed, Indologin, Institut für Indologie und Tibetologie der LMU

Ort: Evangelische Stadtakademie München, Herzog-Wilhelm-Str. 24, 80331 München

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11. Juli 2019, 19:00 Uhr 
NSU. Der Terror von rechts und das Versagen des Staates

GandhiDer NSU-Prozess war einer der komplexesten Prozesse der jüngeren deutschen Geschichte. Sein Urteil war aber kein Schlusspunkt. Zu viele Fragen sind offen, insbesondere die weiterreichende Vernetzung des NSU in die Gesellschaft sowie die Rolle deutscher Behörden. Im Jahr nach dem Urteil sprechen wir über das, was noch geklärt werden muss. (mehr)

mit
Mehmet Daimagüler,
Opferanwalt im NSU-Prozess: Empörung reicht nicht! Unser Staat hat versagt. Jetzt sind wir dran. Mein Plädoyer im NSU-Prozess, 2017

Moderation: Thies Marsen, freier Mitarbeiter beim Hörfunk des Bayerischen Rundfunks, Reporter, Autor, Sprecher und Moderator. Schwerpunkte u.a Nationalsozialismus und Neofaschismus
Clemens Binninger MdB,
hat als Bundestagsabgeordneter der CDU jahrelang die Verbrechen des sogenannten "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) aufgearbeitet. Zunächst im ersten Untersuchungsausschuss des Bundestags, dann als Vorsitzender in einem weiteren.
Annette Ramelsberger,
NSU-Prozessbeobachterin für die Süddeutsche Zeitung
Caro Keller,
NSU-Watch, Berlin

Ort: Neues Rathaus, Marienplatz 8, 80331 München

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11. Juli 2019, 19:00 Uhr
Der NSU-Komplex in Kunst und Kultur

NSUWelche Funktion übernehmen künstlerische Positionen im gesellschaftlichen Dialog über aktuelle politische Fragestellungen? (mehr)

Fotografie (Detail): Paula Markert, aus „Eine Reise durch Deutschland. Die Mordserie des NSU.“ Beate Zschäpe, 2015

ReferentInnen
Esther Dischereit,
Lyrikerin und Theaterautorin, Berlin
Paula Markert,
Fotografin, Hamburg
Thomas Schirmböck, Kurator, Zephyr, Mannheim

Begrüßung:
Dr. Ulrich Pohlmann (Münchner Stadtmuseum, Sammlung Fotografie)
Moderation: Rainer Stadler

Ort: München, Saal des Münchner Stadtmuseums, St.-Jakobs-Platz 1

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13. Juli 2019, 14:00 Uhr 
"Wie geht Gedenken?"
Erinnerung an Blutzeugen und Märtyrer im Erzbistum München und Freising, Fortbildungsnachmittag für Ehren- und Hauptamtliche in den Pfarreien

dachauSeit den Vorbereitungen auf das Jahr 2000 ist die Erinnerung an die Blutzeugen und Märtyrer aus den Verfolgungen der NS-Zeit durch die Initiative von Papst Johannes Paul II. verstärkt in den Blick auch der innerkirchlichen Öffentlichkeit gekommen. Im Erzbistum München und Freising ist schon im Jahr 1999 eine Broschüre „Blutzeugen der Erzdiözese München und Freising“ durch Dr. Peter Pfister herausgegeben worden, in der 20 Biographien von Blutzeugen aus dem Erzbistum vorgestellt sind.
Im Jahr 2017 wurde der Gedenktag „Selige Märtyrer von Dachau“ im Erzbistum mit einem feierlichen Pontifikalamt im Münchner Dom eingeführt, mit dem jedes Jahr am 12. Juni an die 56 Menschen und Schicksale erinnert wird, die allein im Konzentrationslager Dachau zu Tode gebracht wurden.
Der Fortbildungsnachmittag richtet sich an Interessierte aus Pfarreien, in denen Blutzeugen beheimatet oder tätig waren, aber auch an alle, die dazu beitragen wollen, das Lebens- und Glaubens-Zeugnis  der Blutzeugen und Märtyrer weiterzutragen.
Neben grundsätzlichen Überlegungen zum Gedenken und zur Erinnerung, sollen praktische Beispiele und Fragen zu geschichtlichen Aspekten und zur Gestaltung von Gottesdiensten vorgestellt und erörtert werden. Auch für den Austausch über schon durchgeführte Veranstaltungen ist Gelegenheit. (mehr)
 
14.00 Uhr    Begrüßung und Einführung - Was heißt erinnern – gedenken?
                   (PR Ludwig Schmidinger)
14.30 Uhr    Vorbilder auch ohne Martyrium
                    Beispiele praktischer Erforschung anhand des Archivbestandes „Fragebögen NS-Verfolgung“
                    (Dr. Roland Götz)
15.30 Uhr    Kaffeepause
16.00 Uhr    Gedenken feiern - gottesdienstliche Gestaltungsmöglichkeiten
                   (Dr. Monika Selle)
16.45 Uhr    Gedenkveranstaltungen gestalten und bewerben - Öffentlichkeitsarbeit
                    (Georg Walser)
17.30 Uhr    Abschluss

Referent*innen:
Dr. Roland Götz, Archiv des Erzbistums München und Freising
PR Ludwig Schmidinger, Katholische Seelsorge an der KZ Gedenkstätte Dachau
Dr. Monika Selle,  Erzbischöfliches Ordinariat, Abteilung Liturgie
Georg Walser,  Sankt Michaelsbund – Online-Redaktion

Der Studiennachmittag wird veranstaltet auf Anregung des Beirats Märtyrergedenken
von der Katholischen Seelsorge an der KZ-Gedenkstätte Dachau
Verbindliche Anmeldung bis Freitag, 5. Juli - unter Angabe von Name, Anschrift, Telefon, E-Mail, Pfarrei, Dekanat - an Katholische Seelsorge an der KZ Gedenkstätte Dachau, Alte Römerstraße 75, 85221 Dachau

 Ort: Pfarrzentrum Sankt Bonifaz - Karlstraße 34 - München

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15. Juli 2019, 19:00 Uhr 
Klimaschutz zulasten elementarer Menschenrechte?
Wechselwirkungen zwischen Klimawandel, Energiepolitik und Menschenrechten

KlimaKlimaschutz ist zentrale Aufgabe und globales Ziel einer nachhaltigen Entwicklung. Der Energiesektor trägt mit 25% der weltweiten Treibhausgasausstöße am stärksten zum Klimawandel bei. Daher ist die Umstellung von fossilen auf erneuerbare Energien zur Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens unerlässlich.
Bei näherem Hinsehen zeigt sich aber, dass viele erneuerbare Energien weder klimaneutral sind, noch werden sie in Übereinstimmung mit den Menschenrechten gewonnen. Dies gilt vor allem für Klimaschutzmaßnahmen in Ländern des Globalen Südens, die oft mit Geldern von Entwicklungsbanken aus dem Globalen Norden finanziert werden. Im Rahmen der Veranstaltung wird diese Problematik anhand unterschiedlicher Maßnahmen thematisiert und diskutiert.
Insbesondere die Energie aus Wasserkraft in Brasilien und der damit verbundene Bau von Staudämmen spielt hier eine zwiespältige Rolle. Diese soll anhand der Geschichte von Großkraftwerken anschaulich dargestellt werden (Itaipu, Tucuruí, Balbina, Belo Monte). (mehr)

Ort: EineWeltHaus München, Schwanthalerstr. 80, 80336 München, Kleiner Saal 211+212

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18. Juli 2019, 19:30 Uhr 
Die Reise nach Jerusalem

JerusalemDie Autorin Karin Irshaid beschreibt in ihrem neuen Buch Erlebnisse, die unglaublich erscheinen: eine ungewöhnliche Liebe zu einer Verschwundenen, eine Reise des Protagonisten nach Palästina und Israel, zusammen mit seiner Mutter, die sich schon lange für ein friedliches Zusammenleben der Menschen in dieser Region engagiert und ein unerwarteter Ausgang der Geschichte.

Durch die Ehe mit einem palästinensischen Arzt ist Karin Irshaid mit den Problemen im Nahen Osten vertraut, die in die Handlung des Buches einfließen. Sie verbrachte längere Zeit in Palästina. Bekannt wurde sie durch ihr Buch ” Das Hochzeitsessen” (englische Fassung “The Wedding Feast”), das sie auf mehr als 200 Lesungen vorstellte. (mehr)

 Moderation: Judith Heitkamp, BR

Ort: EineWeltHaus München, Schwanthalerstr. 80, 80336 München, leiner Saal 211+212

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19. Juli 2019, 19:00 Uhr 
Benjamin Idriz: Der Koran und die Frauen
Ein Iman erklärt vergessene Seiten des Islam

katholische AkademieFrauenfeindlichkeit und Islam gehören für viele scheinbar zusammen. Daran gibt es nichts zu beschönigen, aber vieles zu ändern. Dass das möglich ist, zeigt Benjamin Idriz in seinem neuen Buch. Hier erklärt ein Imam, was er die Männer und Frauen in seiner Gemeinde über das Verhältnis der Geschlechter lehrt. Seine Quelle ist der Koran und sein Ziel ein Islam, der sich seines befreienden Ursprungs wieder bewusst ist.
Benjamin Idriz schreibt nicht aus der Distanz einer distanzierten Forschungsposition heraus, sondern über das, was er in seinen täglichen Gesprächen, in Vorträgen und Freitagspredigten zum Thema macht. Was in diesem Buch debattiert wird, findet in der Gemeinde des Imams statt. Das Ziel: Ein Islam, der auf dem Boden des Koran Diskriminierung im Verhältnis von Männern und Frauen überwindet. Um welche Themen es dabei im besonderen geht, diskutiert er an diesem Abend – auch mit klugen Frauen aus seiner Gemeinde: Imen Belajouza, Pädagogin, Amra Bobar, Dipl.-Geographin und Maryam Sandhu, Pharmazeutin. (mehr)

Imam Benjamin Idriz, geboren 1972 in Skopje/Mazedonien, ist Imam der Islamischen Gemeinde Penzberg und Vorsitzender des "Münchner Forum für Islam". Sein erstes Buch hieß "Grüß Gott, Herr Imam! Eine Religion ist angekommen".

Ort: Evangelische Stadtakademie München, Herzog-Wilhelm-Str. 24, 80331 München

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26. Juli - 28. Juli 2019 
The Urgency of a National Dialogue and a Political Transition for Peace and Reconciliation in Cameroon

EWHTo discuss the theme of the meeting, the CPD has invited a diverse panel of experienced political and civil society actors from Cameroon who have for the last decade been fully committed to freedoms and democracy in Cameroon. Key personalities invited to this international event include:

  • Dr Christopher FOMUNYOH | Senior Associate and Regional Director for Africa at the National Democratic Institute for International Affairs (NDI). Washington DC, USA
  • David Abouem A’ TCHOYI: Former Minister and Former Secretary General of the Presidency of the Republic of Cameroon; Member of the National Commission for the Promotion of Bilingualism and Multiculturalism (CNPBM)
  • Dr. Simon MUNZU: Former Deputy Representative of the UN Secretary General for Côte d’Ivoire 2014-2016
  • Elie SMITH: International journalist and Permanent Secretary of the All Anglophone General Conference (AGC)
  • Alice NKOM: International lawyer and human rights activist
  • Edith Kah WALLA: Chair of the Cameroon People’s Party (CPP) and coalition Stand Up for Cameroon (SUFC)
  • Jean-Michel NINTCHEU: Member of Parliament and Vice-President of the SDF Parliamentary Group in cameroon’s National Assembly
  • Mamadou MOTA: Vice-President of the Movement for the Renaissance of Cameroon (MRC). He has been in detention at Kodengui Central Prison in Yaounde since 1 June 2019:.Following mamadou Mota’s arrest, an invitation was sent to Maitre Emmanuel SIMH, lawyer and3(e)Vice-President of the RCN.
  • Albert MOUTOUDOU:  President of UPC MANIDEM
  • Prof. Willibroad DZE-NGWA: Professor of Political History and International Relations, University of Yaounde I (Cameroon)
  • Ms Maximilienne Ngo MBE: President of the Network of Human Rights Defenders in Central Africa
  • Rev. Dr. Ludovic LADOAnthropologist, Jesuit Priest and founding member of the CPD
  • Various personalities from Pan-African and Friendly organizations from Cameroon in Germany and Europe

The guests will bring their experience, their expertise and, if possible, their proposals or solutions to the various crises described above, especially  the Anglophone crisis, the human rights crisis and the crisis of democracy in Cameroon.

It will also bring together around the same table personalities and organizations who would, in the case of an Inclusive National Dialogue, be among the main actors of such a Dialogue. (mehr)

WORKING LANGUAGE: French, English

Ort: EineWeltHaus München, Schwanthalerstr. 80, 80336 München

 

© pax christi München&Freising | Marsstr. 5/IV | 80335 München | Tel./Fax 089/5438515

 
 

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