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Weltfriedenstag 2026.jpg

pax christi

menschen machen frieden - mach mit.

Unser Name ist Programm: der Friede Christi. 

pax christi ist eine ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche. Sie verbindet Gebet und Aktion und arbeitet in der Tradition der Friedenslehre des II. Vatikanischen Konzils. 

Der pax christi Deutsche Sektion e.V. ist Mitglied des weltweiten Friedensnetzes Pax Christi International.

Entstanden ist die pax christi-Bewegung am Ende des II. Weltkrieges, als französische Christinnen und Christen ihren deutschen Schwestern und Brüdern zur Versöhnung die Hand reichten. 

» Alle Informationen zur Deutschen Sektion von pax christi

„Friede sei mit euch – auf dem Weg zu einem unbewaffneten und entwaffnenden Frieden“

26. Jan 2026

Gottesdienst zum Weltfriedenstag in St.Sebastian Gilching mit dem geistlichen Beirat von pax christi, Charles Borg-Manché.

Das Motto des diesjährigen Weltfriedenstags: „Friede sei mit Euch – auf dem Weg zu einem unbewaffneten und entwaffnenden Frieden“ lädt dazu ein, mit dem Gruß des auferstandenen Christus für Frieden einzutreten.
Wenn jemand gewaltfrei und entwaffnend kommuniziert und es wagt, sich verletzlich zu zeigen, kann dies im persönlichen Miteinander ein Anstoß zu neuem gegenseitigen Vertrauen und zum Frieden sein. Wie kann ein entwaffnender Friede in politischen und kriegerischen Auseinandersetzungen angestoßen werden? Eine Antwort auf diese Frage fällt schwer, vor allem in Zeiten, in denen in Europa aufgerüstet wird.
Papst Leo will dazu anregen, die Logik von Gewalt und Krieg zu durchbrechen und Konflikte ohne Gewalt, Drohungen und Angst zu lösen. Wie genau dies auf den politischen Bühnen funktionieren kann, ist sicherlich nicht ohne mühsames Ringen, zähe Verhandlungen und vertrauensbildende Maßnahmen möglich. Geben wir nicht auf, daran zu glauben, dass Frieden möglich ist.
Für uns Christ*innen ist das Gebet Basis und Quelle unseres Engagements. Daher laden wir Sie ganz herzlich ein, am diesjährigen Weltfriedenstag gemeinsam für den Frieden zu beten!
Monika Altenbeck (kfd), Stefan Dengel (BDKJ)

Der Geistliche Beirat von pax christi im Erzbistum München und Freising, Charles Borg-Manché, hielt aus Anlass des Weltfriedenstages Gottesdienste in St. Hildegard, München-Pasing und St. Sebastian, Gilching.
In seiner Predigt ging er auf die Botschaft von Papst Leo XIV. ein.

Papst Leo betont in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag, dass der Friede Jesu sich grundlegend vom weltlichen Frieden unterscheidet. Er ist kein bloßer Waffenstillstand und keine politische Strategie, sondern eine innere Kraft, die das Herz des Menschen verwandelt und Gewalt überwindet. Dieser Friede ist keine Utopie, sondern eine Wirklichkeit, die angenommen und gelebt werden soll.

Weil Jesus selbst gewaltfrei handelte, sind auch Christinnen und Christen zu einem „unbewaffneten Frieden“ berufen. Frieden dürfe nicht als fernes Ideal gelten, sonst werde Krieg schnell als notwendiges Mittel gerechtfertigt. Papst Leo kritisiert daher die Logik der Abschreckung, steigende Militärausgaben und eine Denkweise, die Sicherheit fast nur militärisch versteht. Stattdessen hebt er Dialog, Zuhören und gegenseitiges Vertrauen hervor.

Besorgt warnt er zudem vor dem militärischen Einsatz moderner Technologien und künstlicher Intelligenz, durch die Verantwortung über Leben und Tod zunehmend an Maschinen abgegeben werden könnte. Das gefährde grundlegende ethische Prinzipien und verlange ein neues Verantwortungsbewusstsein.

Im Bild des „entwaffnenden Friedens“ unterstreicht der Papst die Kraft von Güte, Wehrlosigkeit und innerer Umkehr. Wahrer Friede entstehe nicht durch militärisches Gleichgewicht, sondern durch Vertrauen. Religionen und Glaubensgemeinschaften sollen daher Frieden fördern, Gewalt im Namen Gottes klar zurückweisen und Orte des Dialogs, der Gerechtigkeit und der Vergebung sein.

Auch politisch brauche es Frieden durch Diplomatie, Vermittlung und ein gestärktes Völkerrecht. Gegen Angst und Pessimismus setzt Papst Leo auf Hoffnung, gemeinsame Verantwortung und gewaltfreie Wege des Zusammenlebens. Frieden beginnt im Herzen des Menschen und muss sich im konkreten Handeln in Gesellschaft und Politik zeigen.

Der vollständige Text kann hier angesehen und gelesen werden.

Gebetshilfe zum Weltfriedenstag
Aufruf von Papst Leo XIV.:
Predigt von Charles Borg-Manché (Video) (Text)