„Friede sei mit euch – auf dem Weg zu einem unbewaffneten und entwaffnenden Frieden“
26. Jan 2026
Papst Leo betont in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag, dass der Friede Jesu sich grundlegend vom weltlichen Frieden unterscheidet. Er ist kein bloßer Waffenstillstand und keine politische Strategie, sondern eine innere Kraft, die das Herz des Menschen verwandelt und Gewalt überwindet. Dieser Friede ist keine Utopie, sondern eine Wirklichkeit, die angenommen und gelebt werden soll.
Weil Jesus selbst gewaltfrei handelte, sind auch Christinnen und Christen zu einem „unbewaffneten Frieden“ berufen. Frieden dürfe nicht als fernes Ideal gelten, sonst werde Krieg schnell als notwendiges Mittel gerechtfertigt. Papst Leo kritisiert daher die Logik der Abschreckung, steigende Militärausgaben und eine Denkweise, die Sicherheit fast nur militärisch versteht. Stattdessen hebt er Dialog, Zuhören und gegenseitiges Vertrauen hervor.
Besorgt warnt er zudem vor dem militärischen Einsatz moderner Technologien und künstlicher Intelligenz, durch die Verantwortung über Leben und Tod zunehmend an Maschinen abgegeben werden könnte. Das gefährde grundlegende ethische Prinzipien und verlange ein neues Verantwortungsbewusstsein.
Im Bild des „entwaffnenden Friedens“ unterstreicht der Papst die Kraft von Güte, Wehrlosigkeit und innerer Umkehr. Wahrer Friede entstehe nicht durch militärisches Gleichgewicht, sondern durch Vertrauen. Religionen und Glaubensgemeinschaften sollen daher Frieden fördern, Gewalt im Namen Gottes klar zurückweisen und Orte des Dialogs, der Gerechtigkeit und der Vergebung sein.
Auch politisch brauche es Frieden durch Diplomatie, Vermittlung und ein gestärktes Völkerrecht. Gegen Angst und Pessimismus setzt Papst Leo auf Hoffnung, gemeinsame Verantwortung und gewaltfreie Wege des Zusammenlebens. Frieden beginnt im Herzen des Menschen und muss sich im konkreten Handeln in Gesellschaft und Politik zeigen.